Leben im Sonnenhaus (Folge 1)

Wie lebt es sich im Sonnenhaus zum Beispiel im Winter, wenn mal wochenlang kaum die Sonne scheint? Unsere Serie gibt Aufschluss durch Erfahrungen aus erster Hand. Foto: Oliver Berghamer

Heute beginnen wir mit einer Serie, die sich den Bewohnern von Sonnenhäusern und Ihren Erfahrungen widmet.
Fühlen Sie sich wohl im Sonnenhaus? Wie hoch war der Restverbrauch im letzten Winter? Was würden Sie heute anders machen, wenn Sie nochmal bauen wüden?
Spannende Fragen für alle, die gerade überlegen, ob ein Sonnenhaus für sie auch das Richtige wäre. Und bestimmt auch für andere Sonnenhaus-Eigentümer, die ihre Erfahrungen mit anderen vergleichen möchten.

Das Sonnenhaus der fünfköpfigen Familie Schmid (Foto: privat)

Josef Schmid lebt mit seiner fünfköpfigen Familie seit 2010 im eigenen Sonnenhaus. 230 qm Wohnfläche hat das Objekt im südostbayerischen Landkreis Mühldorf. Hier hat sich der zurückliegende Winter so wie in den meisten Teilen Bayerns gezeigt: mindestens durchschnittlich kalt, aber in jedem Fall unterdurchschnittlich sonnig. Also gab es einige Wochen, in denen die 48 Quadratmeter Solarthermieanlage nicht mehr ausreichenden Ertrag lieferte und der 9000 Liter Speicher leer wurde.
Auf die Frage, wie denn so die Verbräuche heuer beziehungsweise in anderen Wintern lagen, kann Josef Schmid ziemlich exakt Auskunft liefern. Bis vor zwei Jahren heizte er seinen 30 kw-Kessel mit Holzbriketts, mittlerweile ist er auf Stückholz umgestiegen. Bei den Briketts waren es immer so um die 1,5 Paletten bzw. 300 bis 400 Euro Kosten für den Brennstoff.

Mittlerweile kommt das Brennholz für die Restheizung im Winter „aus eigener Produktion“, weil sich die Familie vor ein paar Jahren ein kleines Waldstück zugelegt hat. Aus dem jährlichen Nachwuchs fällt genug Stückholz an, um warm über den Winter zu kommen. Mit dem Wohnklima und auch anderen Erfahrungen im Sonnenhaus ist er und seine Familie glücklich. „Wir haben im Haus immer angenehme Temperaturen“, bringt es Frau Schmid auf den Punkt.

Mittig rechts das Sonnenhaus von Josef Schmid.
Links daneben das Sonnenhaus seines Bruders, dessen gute Erfahrungen Auslöser zum Bau eines weiteren Sonnenhauses waren. (Foto: privat)

Auch mit der Anlagentechnik hat es bei den Schmids bisher keine Sorgen gegeben. Sogar der Kaminkehrer ist glücklich, der ja alle zwei Jahre zur Messung ins Haus kommt und einmal jährlich zum Fegen. „So gute Werte!, sagt der Kaminkehrer immer wieder“, berichtet der Hausherr.

Eindeutig vermittelt Josef Schmid den Eindruck eines glücklichen und auch stolzen Sonnenhaus-Bewohners. Auch in punkto Kosten ist er mit sich im Reinen: „Man macht es nicht nur aus Spargründen sondern genauso sehr, um etwas für die Umwelt zu tun. Wir würden alles wieder so machen!“

 

Leben Sie auch schon seit mehreren Jahren in einem Sonnenhaus und möchten Sie über Ihre Erfahrungen berichten? Sie helfen damit potentiellen Bauherren bei Ihrer Entscheidungsfindung. Vielleicht tragen Sie ja sogar ganz persönlich dazu bei, dass es bald wieder einige Sonnenhäuser mehr gibt!
Bitte senden Sie uns eine kurze Nachricht an , dann nehmen wir gerne Kontakt mit Ihnen auf.

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