Sonnenhaus-Institut veranstaltet Workshop für Mehrfamilien-Sonnenhäuser an der Hochschule Weihenstephan

Vorsitzender Georg Dasch aus Straubing beim Eröffnungsvortrag; Foto: Sonnenhaus-Insitut

Sehr gut besucht war unser erster Workshop im oberbayerischen Freising, der am 22. November in Zusammenarbeit mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf stattfand. Die HSWT hatte dem Sonnenhaus-Institut hierfür einen Seminarraum zur Verfügung gestellt. Prof. Dr. Ulrich Bodmer nahm neben einigen Studenten der Hochschule persönlich an der Veranstaltung teil. Außerdem nutzten runds 30 gewerbliche und private Teilnehmer die Möglichkeit, sich über die Sonnenhaus-Technik und ihre besonderen Aspekte bei Neubau und Sanierung von Mehrfamilienhäusern zu informieren.

Vereinsvorsitzender Georg Dasch aus Straubing begrüßte die Zuhörer mit einem interessanten Vortrag zum Stand der Sonnenhaus-Technik und den aktuellen Entwicklungen insbesondere vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Klimakrise und der laufenden Diskussion in der Politik.

Dipl. Ing. Wolfgang Hilz aus Zwiesel, Experte für Regelungstechnik und Simulation von Sonnenhäusern. Foto: SHI

Dipl. Ing. Wolfgang Hilz, im SHI seit Jahren bekannt als ausgewiesener Fachmann für Regelungstechnik und Simulation von Sonnenhäusern, steuerte einen Vortrag zu wichtigen technischen Details bei der Planung von Mehrfamilienhäusern bei. Besonders interessant dabei auch seine Ausführungen zur optimierten Warmwasseraufbereitung und –verteilung.

In Vertretung für den Referenten der FASA AG, unserem Mitglied aus Chemnitz, übernahm Architekt Bernd Kerscher, Vorstand im SHI, die Vorstellung einiger großer Projekte aus dem Bereich Neubau und Modernisierung anhand von Bildmaterial, die uns FASA zur Verfügung gestellt hatte.

In gewissem Kontrast zu diesen prominenten Großprojekten stand die Sonnenhaus-Scheune von Dr. Axel Erler. Der promovierte Chemiker hat ein Wohnhaus mit 290 Quadratmetern Wohnfläche im Sonnenhaus- und Passivhaus-Standard in eine denkmalgeschützte Scheune im Osten Thüringens integriert. Er war persönlich nach Freising angereist, um das engagierte Projekt aus Sicht des mitarbeitenden Bauherren von der ersten Idee bis zur Umsetzung vorzustellen.

Spannder Vortrag trotz komplizierter Materie: Michael Vogtmann vom DGS Franken; Foto: SHI

Willkommene Orientierung auf einem noch sehr neuen und spannenden Themenbereich bot der Abschlussvortrag von Stefan Baumann (The Mobility House), der sich mit der Ladeinfrastruktur für Elektromobile in größeren Wohnanlagen befasste. Gleiches galt zuvor auch für das Thema Mieterstrom. Hier war es Michael Vogtmann von der DGS Franken, der über gesetzgeberischen Rahmenbedingungen informierte, die sich allerdings im Moment kompliziert und wenig förderlich gestalten. Vogtmann konnte das zwangsläufig ernüchternde Fazit seiner Ausführungen durch routinierte und schwungvolle Vortragsweise zumindest ein wenig kompensieren.

 

 

Weitere Informationen:
Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
FASA AG, Chemnitz
Sonnenscheune Plottendorf
DGS Franken
The Mobility House

Website-Text 27.11.2019

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