Sonnenhäuser unterstützen die Energieversorger bei der Energiewende

Dipl. Ing. (FH) Bernd Kerscher

Ein Beitrag von Bernd Kerscher, Architekt und Mitglied im Vorstand des Sonnenhaus-Institut:

Energieversorgungsunternehmen werden Ihre CO2-Bilanzen in Zukunft zunehmend realitätsnah gestalten müssen. Im Moment werden Überschüsse aus den regenerativen Erträgen im Sommer meist gegenbilanziert mit den Defiziten im Winter. Das ist aber eine rein abstrakte Rechnung,  die den Anforderungen an die Realität nicht gerecht wird.

Realitätsnah wäre es erst dann, wenn diese Überschüsse gespeichert werden könnten, um sie dann konkret wieder zu verwenden, wenn die Energie tatsächlich benötigt wird. Dann würde  der Energieverbrauch auch realistisch gesenkt und somit eine echte Reduktion von CO2 erfolgen.

Schönrechnen wird in der Zukunft in der Energiebranche immer weniger funktionieren und Strafzahlungen werden die Folge sein. Weil die Energieversorgungsunternehmen dies immer mehr realisieren, sind sie nun stark an Möglichkeiten interessiert,  regenerative Überschüsse (z.B. aus dem Sommer) möglichst verlustarm in energiearme Zeiten (z.B. in den Winter) retten zu können. Womit auch das Sonnenhaus ins Spiel kommt.

Das Sonnenhaus-Institut und seine Mitglieder wissen schon seit 20 Jahren, wie das geht: Energie bei Sonnenschein einsammeln, zwischenspeichern und zeitversetzt wieder verbrauchen. Denn nichts anderes macht das klassische Sonnenhaus mit seinen thermischen Solarmodulen und seinem Pufferspeicher, oder alternativ mit PV, Batteriespeicher und Wärmepumpe, am Besten ebenfalls kombiniert mit Pufferspeicher und/oder auch Bauteilaktivierung  Jetzt hilft die Klimadebatte dem Sonnenhaus zu seinem hohen Stellenwert als positives Beispiel für nachhaltiges Leben, Bauen und Wohnen.

Zurück noch einmal zu den Energieversorgern: wenn viele Verbraucher in Sonnenhäusern leben würden, hätten sie in der kritischen Zeit, also im Winter, viel die Versorger weniger Belastung auf ihren Netzen – vor allem bei hauptsächlich strombasierten Heizungen im Stromnetz und im Gesamtenergiesystem. Das macht Sonnenhäuser netz- und systemdienlich.

Vor kurzem wurde mit dem Bayernwerk zum ersten Mal ein namhaftes Energieversorgungsunternehmen Mitglied im Sonnenhaus-Institut e.V. Wir freuen uns sehr über diese Mitgliedschaft und hoffen, dass dies dazu beitragen wird, dem Sonnenhaus-Konzept noch mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.

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