Sonnenhaus-Institut auf der e-Rallye eRUDA: „So macht Autofahren Spaß“

Architekt und Vorstandsmitglied Bernd Kerscher war für das Sonnenhaus-Institut auf der eRUDA dabei. Foto: Sonnenhaus-Institut / Bernd Kerscher

Vom 5. bis 7. Oktober 2018 fand die diesjährige eRUDA, die größte eMOBILitäts-Veranstaltung Deutschlands, statt. Über 250 elektrisch betriebene Autos, Motorräder und Fahrräder fuhren an den drei Herbsttagen rund um den Ammersee. Bernd Kerscher, Vorstandsmitglied des Sonnenhaus-Institut e.V., war mit dem Team des Autohauses Müller – seit Dezember 2017 Mitglied im Sonnenhaus-Institut – dabei. „Man fährt durch eine wunderschöne Landschaft, man hört keine Autogeräusche, nur leises Surren und den Wind: So macht Autofahren Spaß und emissionsfrei ist es noch dazu“, sagt Kerscher begeistert.
Am Sonntag, 7. Oktober, war Kerscher zu dem Team gestoßen. Los ging es in Weilheim. Anschließend ging die Fahrt über Bad Tölz, wo es Elektro-Flugvorführungen zu sehen gab, bis nach Gauting. Hier war die Preisverleihung. Auszeichnungen gab es zum Beispiel für das älteste Elektro-Fahrzeug, die weiteste Anreise und die höchste Gesamtkilometerzahl. Außerdem wurde das Projekt „Sion“ von Sono Motors vorgestellt. Doch der Reihe nach:
Das Autohaus Müller aus Freising war mit fünf Renault Zoe, zwei Tesla S und einem Tesla X dabei. Kerscher ist einen Renault Zoe gefahren. „Der fährt sich wie ein ganz normaler Kleinwagen“, sagt er. Für die Strecke von rund 150 Kilometern habe der Akku „locker“ gereicht. Die Akkureichweite seines Fahrzeugs lag zu Beginn bei 280 Kilometern. Neben dem angenehmen Fahrgefühl fand Kerscher vor allem den Austausch mit den anderen Fahrern spannend.

Seit über 20 Jahren auf der Straße

So traf er beispielsweise den Besitzer eines „Peugeot 106 Electrique“. Die Sonderserie mit mehr als 1.000 Exemplaren wurde von 1993 bis 2003 mit finanzieller Unterstützung des französischen Staates von Peugeot/Citroen hergestellt. Anstelle der üblichen Verbrennungsmotortechnik wurden die Fahrzeuge mit einem Elektro-Gleichstrommotor ausgestattet.
Eines davon war auf der eRUDA dabei. „Der Besitzer hat jetzt 400.000 km auf dem Tacho“, erzählt Kerscher. „In der ganzen Zeit hat er einmal auf eine neuere Batterieart umgerüstet. Es gab fast nichts zu reparieren, es muss kein Öl gewechselt werden, er ist vollauf zufrieden“. Das habe ihn sehr beeindruckt, denn immerhin ist das Auto schon seit über 20 Jahren auf der Straße.
„Es ist erschreckend, wenn man dann an die Diskussionen denkt, die es heute über die Elektromobilität gibt“, so Bernd Kerscher, der selbst ein großer Autofan ist mit mehreren Oldtimern in der Garage.

Akku-Reichweite völlig ausreichend

Interessant fand er auch das Gespräch mit dem Fahrer eines Tesla. „Sein Akku hat eine Reichweite von ca. 600 Kilometern, aber der Besitzer meinte, die brauche er überhaupt nicht.“ Nach 250 Kilometern würde er ohnehin eine Kaffeepause einlegen. Für diese Strecke brauche er ungefähr 20 Minuten Ladezeit. Eine Vollladung mit dem „Super-Charger“ würde ca. 35 Minuten dauern. Das nächste Mal würde er sich einen Tesla mit kleinerer Batterie und ca. 400 km Reichweite kaufen.

Forschungsprojekt mit E-Antrieb; Foto: Sonnenhaus-Institut / Bernd Kerscher

Auf den Zwischenstopps erwarteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diverse Attraktionen. In Bad Tölz gab es Flugvorführungen eines Elektrofliegers zu sehen. „Es war eine tolle, spritzige Vorführung“. Bei dem Elektroflieger handelt es sich noch um ein Forschungsprojekt. Amüsant fand Kerscher auch die Drachenflieger mit Motor. „Sie brauchen keinen Flugplatz. Eine Wiese reicht nach vorheriger Genehmigung aus.“

Überschaubarer Preis: der Sion. Ein Auto, das eigene Solarzellen zum Nachladen der Batterie besitzt. Foto: Sonnenhaus-Institut / Bernd Kerscher

Akku mit Solarzellen auf Auto laden

In Gauting wurde das Elektroauto „Sion“ von Sono Motors vorgestellt. Laut Hersteller ist der Sion das erste serienmäßige Elektroauto, dessen Batterie sich auch durch die Sonne aufladen lässt. Das Fahrzeug wird von einem Münchner Unternehmen hergestellt, das einen komplett neuen Ansatz verfolgt. Die Bauteile stammen aus dem Baukasten, Reparaturen soll der Besitzer selbst erledigen können. Mit 16.000 Euro ohne Batterie sind die Kosten überschaubar (Preis laut Website). „Mit den Solarzellen auf den Oberflächen lässt sich der Sion an einem sonnigen Sommertag ohne Steckdose für bis zu 30 Kilometer Reichweite aufladen“, berichtet Kerscher. Und auch dies gefiel ihm: „Die Luft für den Innenraum wird über Pflanzen, genauer gesagt Moose, gefiltert.“ Sein Fazit: „Ein spannendes Projekt und ein tolles Gefährt.“

Kerscher nahm für das Sonnenhaus-Institut im Team des Autohauses Müller an der eRUDA teil. „Wir wollen unsere Ausrichtung sichtbar machen. Bei Sonnenhäusern erzeugen große Solaranlagen umweltfreundlich Energie für Wärme, Strom und Elektromobilität.“ Ein Elektroauto ist die perfekte Ergänzung zum Sonnenhaus, denn es kann mit Solarstrom vom eigenen Dach beladen werden.

Nach einer entspannten Ausfahrt, angeregten Gesprächen und beeindruckenden Vorführungen ging es für Kerscher abschließend von Gauting nach Weilheim zurück. Die Veranstalter freuten sich über den Teilnehmerrekord in diesem Jahr und eine gelungene eRUDA 2018.

Neben dem Autohaus Müller ist auch Auto Sangl – ebenfalls ein führender, bundesweit tätiger Anbieter von Elektrofahrzeugen – Mitglied im Sonnenhaus-Institut. Das Autohaus aus Landsberg am Lech war mit einem Team und Infostand dabei. „Gemeinsam wollen wir das Zusammenspiel von Sonnenhaus-Konzept und Elektromobilität noch bekannter machen“, sagt Bernd Kerscher, der sich im Sonnenhaus-Institut mit der Integration der Elektromobilität in die häusliche Energieversorgung beschäftigt. „Durch ein Elektroauto lässt sich die Eigenversorgung mit Solarstrom im Sonnenhaus signifikant steigern.“

Pressetext vom 16.10.2018 zum Download:, eRUDA Sonnenhaus-Institut, 11.10.18

Weitere Informationen:

eRUDA – Rund um den Ammersee: www.eruda.de/
Autohaus Müller: www.AHM.gmbh
Auto Sangl: www.auto-sangl.de

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