SonnenEnergieHaus®

75% Autarkie für Wärme und Strom

Eckdaten

Neubau Einfamilienhaus
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/2015
161 m² (berechnet)
194 m² (berechnet)
kW (berechnet)
Solarkollektor
Photovoltaik
3154 kWh (berechnet)
3000 kWh (geschätzt)
20 m² / 35 °
5.2 kWp / 35 °
+22° (+90°= West)
+22° (-90°= Ost)
75% (berechnet)
75 %
1090 l
5 kWh

SonnenEnergieHaus®

Ziel war das Gebäude mit einer Gesamt-Autarkie für Wärme und Strom zwischen 70 und 75% mit der Sonne zu versorgen. Dafür wurde für das Holzständerhaus (WeberHaus) der Gebäudestandard KfW 40 Plus gewählt. Die jungen Bauherren haben sich vom Energieplaner  ReSys AG hinsichtlich einer versprochenen solaren Altersvorsorge überzeugen lassen.

Tatsächlich wurde im Forschungsprojekt SolSys von 2015 bis 2018 eine Autarkie von 75% sowohl für Wärme, als auch für Strom erreicht. Klar abgeschlagen landeten die restlichen drei Wärmepumpenprojekte auf den Plätzen und erreichten um die 60% Autarkie.

SonnenEnergieHaus
75% Autarkie für Wärme und Strom

Die finanzielle Autarkie für Wärme und Strom liegt sogar bei einem Gewinn von jährlich 200 € durch den Saldo Einspeisevergütung minus Nachheizung/Netzstrom. Gegenüber der minimalsten Standardversorgung legen die Bauherren eine solare Altersvorsorge in Höhe von 1.200 € jährlich an.

Mit der Holzständerbauweise mit der Wandqualität Övonatur therm wurde ein sehr geringer Wärmebedarf von 3.154 kWh/a unter Berücksichtigung der Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung erreicht. Dies war die Voraussetzung für die optimistische Autarkie mit 75%, die tatsächlich erreicht wurde. Gebaut auf Bodenplatte, um die Kostenvorstellungen erreichen zu können.

Der Frischwasser-Wärmespeicher wurde mit 1090 Liter Volumen bewusst vergleichsweise klein gewählt, weil nur ein kleiner Technikraum zur Verfügung stand. Die Frischwassertechnik mit außenliegendem Wärmetauscher ist die ideale Lösung, da zur Warmwasserbereitung schon Temperaturen um die 50°C ausreichend sind. Die sind selbst bei bedecktem Himmel erreichbar. Größere Volumina haben nur den einzigen Vorteil, die Nachheizphase um ca. 8-10 Tage nach hinten zu verlegen. Danach ist Wärmeabnahme im Haus und es ist keine weitere Pufferung auf Grund der schwachen Strahlung während der Heizperiode mehr möglich. Größere Volumina sind deshalb sinnlos.
Außerhalb der Heizperiode von März - Ende Oktober ist die maximale Speichertemperatur auf 65°C eingestellt, um den Wärmeeintrag ins Haus gering zu halten. Im Technikraum ist die Raumtemperatur höchstens bei 28°C. Während der Heizperiode von November bis Ende Februar ist die maximale Puffertemperatur auf 95°C gestellt.

Das Heizsystem beinhaltet lediglich einen Kaminofen mit Wärmetauscher, der Stückholz oder Pellets verbrennen kann. Außerdem bedient er aus dem Wärmespeicher heraus eine Fußbodenheizung mit niederen Vorlauftemperaturen. Zusätzlich befindet sich im Wärmespeicher noch ein 6-KW-Elektro-Heizstab, um eine bequeme Nachheizung ohne Arbei zu ermöglichen. Das meist händische Nachheizen mit Stückholz, oder automatische Nachheizen mit Pellets oder dem E-Heizstab beschränkt sich auf insgesamt ca. 65 mal währen einer Heizperiode.

Der Brennstoffbedarf zwischen Juli 2018 und Juni 2019 liegt bei 450 kg oder ca. 550 Stück Holz, einem halben Sack Pellets und 10 - 15 kWh Strom für den E-Heizstab. Damit werden 25% des Wärmebedarfs gedeckt. Die restlichen 75% deckt die Sonne. Hier wird auch deutlich dass CO2 kein Problem ist, weil die Sonne CO2-frei und das Holz CO2-neutral ist. Also wird null % CO2 produziert, absolut vorbildlich für die Bundesrepublik, die ihre Ziele nicht erreicht.

Ein großer Pluspunkt im Gegensatz zu den anderen Testanlagen im Forschungsprojekt SolSys der Bundesregierung, die mit Wärmepumpen ausgestattet waren, zeigt sich in der großen Autarkie mit 75% für Wärme und Strom, erreicht mit kleinen Puffer- und Batteriespeichern. Ein weiterer Pluspunkt ist die einfache Hydraulik, auch im grassen Gegensatz zu den Wärmepumpenanlagen und in den preisgünstigen Standardprodukten. Besondere Bedeutung sollte der Kollektoranlage geschenkt werden, weil die hervorragenden Leistung über viele Tage mit weniger guter Strahlung sich in den Ergebnissen widerspiegelt. Und zu Schluss noch ein besonderes Schmankerl: Im Süddach sind ohen Einbuße an Kollektor oder PV-Fläche Fenster möglich.


Weberhaus, Am Erlenpark 1, 77866 Rheinau-Linx

ReSys AG, Am Hohberg 3b, 79112 Freiburg

Fertighauslieferant Weberhaus

Paradigma