Sonnenhaus-Institut in Moosburg bei CitrinSolar
Sonnenhaus Moosburg

Bei diesem Mehrfamilien-Sonnenhaus in Moosburg werden 70 Prozent des Heizenergiebedarfs mit 64 Quadratmeter Solarkollektoren gedeckt. Foto: Bernd Kerscher / Sonnenhaus-Institut

Auf dem Seminar des Sonnenhaus-Instituts bei CitrinSolar wurde auch die Initiative für eine Sonnenhaus-Siedlung in Moosburg vorgestellt

Am Freitag, 4. Dezember, sind bei dem Moosburger Solarkollektor- und Speicherhersteller CitrinSolar Vorstandsmitglieder des Sonnenhaus-Instituts, interessierte Fachleute, Bauherren und Moosburger Stadträte zusammen gekommen. In dem Seminar des Sonnenhaus-Instituts e.V. in Kooperation mit dem Vereinsmitglied CitrinSolar drehte es sich um die Bedeutung von Sonnenhäusern für den Klimaschutz, die Solar- und Heizungstechnik des solaren Baukonzeptes sowie die Neuausrichtung des Verbandes. Stand bisher die große solarthermische Anlage im Mittelpunkt des Energiekonzeptes, so werden künftig vermehrt auch Solarstromanlagen eingebaut. „Die Kombination von Solarthermie und Photovoltaik ist der Schlüssel zu einer größtmöglichen Unabhängigkeit vom Energieversorger, und die wollen wir Bauherren und Sanierern bieten“, betonte Georg Dasch, Architekt und 1. Vorsitzender des Sonnenhaus-Instituts.

Erstes Moosburger Sonnenhaus

Auch in Moosburg steht ein Sonnenhaus. Das Mehrfamilienhaus wurde Anfang 2012 fertiggestellt. „Es war das erste Sonnenhaus im Landkreis Freising“, sagt der Planer Bernd Kerscher, Inhaber des Planungsbüros Kerscher in Freising. Auf dem Süddach sind 64 Quadratmeter Solarkollektoren installiert, mit denen rund 70 Prozent des Heizenergiebedarfs für das warme Wasser und die Heizung klimafreundlich solar erzeugt werden. Für die Nachheizung werden je nach Witterung nur vier bis acht Ster Holz benötigt. Als die Teilnehmer des Praxis-Workshops das Sonnenhaus Anfang Dezember besuchten, hatten die Bewohner gerade zum ersten Mal in diesem Jahr mit dem Holzscheitofen im Wohnzimmer nachgeheizt.

Bernd Kerscher informierte in seinem Vortrag darüber, dass er eine Sonnenhaus-Siedlung in dem Neubaugebiet „Amperauen“ in Moosburg initiieren will und wie diese aussehen könne. Demnächst will er dem Stadtrat vorschlagen, einen Teilbereich des Bebauungsplans für Sonnenhäuser vorzusehen. „Moosburg könnte damit Vorreiter in Bayern sein und ein Leuchtturmprojekt für klimaschonendes und zukunftsfähiges Bauen schaffen“, sagt Kerscher.

Rund 1.800 weitgehend solar beheizte Häuser in ganz Deutschland und benachbarten Ländern sind aus dem Kreis der 300 Mitglieder des Sonnenhaus-Instituts entstanden. Seit dem 1. April 2015 werden Sonnenhäuser im Rahmen der Innovationsförderung des Marktanreizprogramms besonders gut gefördert.

„Damit hat die Bundesregierung Sonnenhäuser als marktreife, fördernswerte Innovation anerkannt“, sagt Dasch, der das Kompetenznetzwerk 2004 mit ins Leben gerufen hat. Die hohen Zuschüsse gibt es für große Solarheizungen in Neubauten und in bestehenden Gebäuden bei dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Sie brauchen nicht zurückgezahlt zu werden. Darüber hinaus können günstige Kredite der KfW-Bankengruppe genutzt werden.

Weitere Informationen: www.sonnenhaus-institut.de  und www.bafa.de

Weitere Informationen zum Sonnenhaus-Konzept, zur Neuausrichtung des Sonnenhaus-Instituts, den Kategorien Sonnenhaus Standard, Autark, Plus, f (mit fossiler Nachheizung) und im Bestand sowie der Förderung im Marktanreizprogramm:

Sonnenhaus-Kategorien:  
http://www.sonnenhaus-institut.de/wp-content/uploads/1-Sonnenhauskriterien-2014.pdf

Beispielrechnungen für Sonnenhaus-Förderung im Marktanreizprogramm:
http://www.sonnenhaus-institut.de/wp-content/uploads/solarfoerderung_beispiele.pdf

Solarwärme für zukunftsgerechtes Wohnen:
Hintergrundartikel über das Sonnenhaus-Konzept sowie Informationen über die Innovationsförderung im Marktanreizprogramm, die seit April 2014 erstmals für Sonnenhäuser gewährt wird:
www.sonnenhaus-institut.de/solararchitektur/heizen-mit-pellets-und-sanieren/guenstigste-heizung-marktentwicklung/solarwaerme-fuer-zukunftsgerechtes-wohnen.html

Für Presse-Rückfragen:

Bernd Kerscher
Planungsbüro Kerscher
Prinz-Ludwig-Str. 22, 85354 Freising
Tel.: 08161-43355 / Fax: 08161-43366
E-Mail: ed.re1490442064hcsre1490442064k-ore1490442064ub@tk1490442064atnok1490442064

Sonnenhaus Institut e.V.
Geschäftsstelle Deggendorf
Dipl.-Ing. (FH) Christian Kerschl
Geschäftsführer Sonnenhaus-Institut e.V.
Nordweg 11, 94469 Deggendorf
Tel.: 0991 / 2909844
E-Mail: ed.tu1490442064titsn1490442064i-sua1490442064hnenn1490442064os@lh1490442064csrek1490442064

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