Durch Solarthermie zur Energieautarkie

Vorstand des Sonnenhaus-Instituts erhält Renergy Award

Straubing, Freiberg, 07. März 2014 – Die beiden Solarexperten und Mitglieder des Sonnenhaus-Instituts, Prof. Timo Leukefeld und Dipl. Phys. Stephan Riedel, erhalten den diesjährigen Renewable Energy Award, kurz Renergy Award. Der am 06. März 2014 erstmals im Rahmen der Messe CEB Clean Energy Building verliehene Preis zeichnet herausragende Persönlichkeiten aus, die sich durch stetes Engagement und Innovationskraft im Bereich Erneuerbare Energien verdient machen.

Stephan Riedel und Timo Leukefeld vor einem ihrer energieautarken Sonnenhäuser in Freiberg, Sachsen

Stephan Riedel und Timo Leukefeld vor einem ihrer energieautarken Sonnenhäuser in Freiberg, Sachsen

Gemeinsam entwickelten und bauten die beiden Preisträger zwei energieautarke Sonnenhäuser in unmittelbarer Nachbarschaft, die sie als Wohn- und Bürogebäude nutzen. Diese Gebäude versorgen sich weitgehend selbst mit Wärme, Strom und Mobilität aus der Sonne. Dreh- und Angelpunkt für die Energieautarkie ist das Bau- und Heizkonzept des Sonnenhaus-Instituts. „Ohne Solarthermie keine Energieautarkie“, lautet das einmütige Fazit der beiden Preisträger. „Rund 80 Prozent des Energieverbrauchs eines durchschnittlichen Haushalts entfallen auf Heizung und Warmwasser“, erläutert Leukefeld. „Nur wenn dieser große Anteil weitestgehend über eine Kollektor-Anlage gedeckt ist, ist es überhaupt möglich, den restlichen Energiebedarf eines Haushalts regenerativ zu erzeugen.“ Mit ihren Kollektorflächen und je einem Langzeitwärmespeicher erzielen die beiden energieautarken Sonnenhäuser eine solare Deckungsrate von über 65 Prozent – ohne vorherige Umwandlung in Strom.

Daher ist der Strombedarf in diesen Gebäuden über das Jahr hin gleichbleibend gering. Eine 8 kWp Photovoltaik-Anlage deckt ganzjährig den kompletten Bedarf an Haushaltsstrom und versorgt darüber hinaus ein Elektromobil. Ein entsprechend dimensionierter Energiespeicher (Akku) ermöglicht es, den selbst gewonnen Strom flexibler einzusetzen. So kann beispielsweise das Elektromobil auch noch am Abend, das heißt wenn die Sonne gerade nicht scheint, mit eigenproduziertem Strom geladen werden.

Demzufolge liegt der Primärenergiebedarf mit 7 kWh/m²a etwa 90 Prozent unter einem Einfamilienhaus nach EnEV 2014 Standard und etwa 80 Prozent unter einem typischen Standard Passiv,- Plus- oder Nullenergiehaus.

Timo Leukefeld (links) und Stephan Riedel erhalten gemeinsam den Renergy Award 2014 (hier mit Miriam Hegner, Reeco GmbH) Bildquelle: Timo Leukefeld

Timo Leukefeld (links) und Stephan Riedel erhalten gemeinsam den Renergy Award 2014
(hier mit Miriam Hegner, Reeco GmbH)
Bildquelle: Timo Leukefeld

Ausdrückliches Ziel der Projektgruppe der Helma Eigenheimbau AG, die den Prototyp des „Energieautarken Hauses“ unter Leitung von Leukefeld entwickelte, war es, vielen Menschen eine bezahlbare Alternative im Neubaubereich zu bieten und bei Wärme- wie bei Stromerzeugung auf die Nutzung des kostenfreien und krisensicheren Rohstoffs Sonne zu setzen. Die Bewohner erreichen größtmögliche Unabhängigkeit von Öl-, Gas- und Strom und den damit einhergehenden Preissteigerungen.

Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine unabhängige Fachjury.

 

 

 

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Corina Prutti
das komm.büro
Wagmüllerstraße 16
80538 München

Tel: 089 189 17 08 18
prutti@komm-buero.de

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