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Pressemitteilung

 
 

Presseinformationen zur Intersolar 2010

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Solarhaus 50+
Wohnen und Leben mit der Sonne

Ein Konzept des Sonnenhaus-Instituts e.V.

Straubing/München 09. Juni 2010 – Das Sonnenhaus-Institut e.V. präsentiert sich auf der Intersolar im Rahmen der Sonderschau Solarhaus 50+ in Halle C2, Stand C2.310. Gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE), dem Institut für Thermodynamik und Wärmetechnik (ITW) der Universität Stuttgart und dem Bundesverband der Solarwirtschaft (BSW Solar) zeigt das Sonnenhaus Institut, dass solares Heizen keine Vision mehr, sondern längst schon Wirklichkeit geworden ist.

Nach dem Vorbild des Schweizer Solarpioniers Josef Jenni, der täglich vor Ort sein wird, entwickelten die Experten des Sonnenhaus-Instituts ihr Bau- und Heizkonzept, mit dem ein Gebäude seinen Wärmebedarf mindestens zu 50 Prozent aus Solarwärme deckt. Dabei reichen die Anwendungs­möglichkeiten vom Neubau von Ein- oder Mehrfamilienhäusern, über die Modernisierung von Altbauten, bis hin zu groß angelegten, integrierten Energiekonzepten für energieautarke Gewerbebauten. Besucher können sich hier umfassend und aus erster Hand über das Thema informieren und mit den Solarspezialisten über die neusten technischen Entwicklungen und politischen Rahmenbedingungen diskutieren.

Mit dem Konzept Solarhaus 50+ liegt das Sonnenhaus-Institut voll im Trend: Nach den Prognosen der Deutschen Solarthermie-Technologieplattform (DSTTP) wird die Solarthermie in spätestens zwanzig Jahren der hauptsächliche Wärmeerzeuger für den häuslichen Bedarf sein und nicht mehr nur Beiwerk. Bis 2030 soll das vollständig solarbeheizte Haus zum Standard werden. Bewährte Konzepte für Neubauten wie für die solare Modernisierung von Altbauten sind schon heute gefragt.

 

Das Sonnenhaus –
Ein wirtschaftliches Konzept

Bau- und Heizkonzept eines Sonnenhauses

Als Sonnenhaus bezeichnen die Solarexperten des Sonnenhaus-Instituts e.V. die überwiegend ganzjährig von der Sonne beheizt werden, das heisst ihren Jahreswärmebedarf an Heizung und Brauchwasser mindestens zu 50 Prozent mit einer thermischen Solaranlage decken - möglich sind bis zu 100 Prozent. Die Sonnenexperten favorisieren einen solaren Deckungsgrad von 60 bis 70 Prozent als wirtschaftliches Optimum. Das Konzept greift bei der Energieversorgung von Ein- oder Mehrfamilien-Wohnhäusern sowie Funktions-gebäuden und natürlich bei Neu- wie Altbauten.

Vier Komponenten für behagliche Wärme

Ein Sonnenhaus besteht aus vier aufeinander abgestimmten Komponenten. Kollektoren auf einem steil geneigten, nach Süden ausgerichteten Dach sammeln die Wärme der Sonne und leiten sie in einen zentralen Pufferspeicher. Dieser speichert die Energie mithilfe von Wasser über mehrere Wochen oder gar Monate. Bei Bedarf gibt der Speicher die Wärme über Wandflächen- oder Fußbodenheizung individuell regelbar an die Räume ab.

Reicht die Kraft der Sonne in den kältesten und sonnenärmsten Monaten nicht aus, liefert eine Zusatzheizquelle in Form eines Stückholz- oder Pelletofens die notwendige Energie.

Große Fenster und Türen auf der Süd-, West- und Ostseite ergänzen das Baukonzept. Die passive Nutzung der Sonnenwärme trägt erheblich zur Reduzierung des Heizwärmebedarfs bei. Eine gute Dämmung des Gebäudes rundet das Konzept ab. Mit rund 10 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr unterschreitet ein Sonnenhaus den von der Energieeinsparverordnung (EnEV) zulässigen Primärenergiebedarf um mehr als 80 Prozent.

Ein ausgereiftes Konzept

Um die Sonne, vor allem in den kälteren Jahreszeiten optimal nutzen zu können, ist eine optimale Ausrichtung des Gebäudes und vor allem der Solarfläche zur Sonne wichtig. Die Solarexperten empfehlen, die Kollektoren steil anzustellen, zum Beispiel auf einem Dach mit einem hohen Neigungswinkel. Dies hat im Sommer den Vorteil, dass die Kollektoren der Sonne weniger stark ausgesetzt sind. Unerwünschte Überhitzung, die für das gesamte Solarsystem ungünstig wäre, wird so vermieden. Im Winter hingegen sorgt eine steile Dachneigung dafür, dass die Kollektoren die Strahlen der tief stehenden Sonne optimal einfangen. Gleichzeitig verhindert sie, dass Schnee liegenbleibt; die Kollektoren sind frei und können Sonnenenergie sammeln.

Der Pufferspeicher oder Solartank speichert mit Hilfe von Wasser Wärme für sonnenarme Tage und sorgt so für den Ausgleich zwischen Energieangebot und Nachfrage. Kollektorfläche und Speichergröße sind aufeinander abgestimmt. Der Energievorrat im Solartank hängt jedoch nicht nur von der Größe und der darin vorhandenen Wassermenge ab, sondern auch von der nutzbaren Temperaturdifferenz.

Flächenheizungen in Wand oder Fußboden leiten die gespeicherte Wärme in die Wohnräume. Diese sind für jeden Raum einzeln und dem individuellen Wärmeempfinden entsprechend regelbar. Flächenheizungen benötigen im Vergleich zu konventionellen Heizkörpern geringe Vorlauftemperaturen und ermöglichen dadurch eine optimale Ausbeute der Solarwärme. In den einzelnen Räumen sorgen sie für eine angenehm gleichmäßige Wärmeverteilung.

Eine Biomasseheizung ergänzt das solarthermische Heizprinzip. Diese kann als moderner Holzvergaserkessel, für Stückholz oder Pellets, im Keller aufgestellt werden. Für diejenigen, die sich an der wohligen Wärme sichtbaren Feuers erfreuen wollen, bietet sich ein Holzofen im Wohnraum an. Für welches Prinzip sich der Bauherr auch entscheiden mag: Die Solarexperten empfehlen Öfen, die mindestens 80 Prozent ihrer Leistung an das Wasser im Solartank abgeben. So kann der große Pufferspeicher auf Vorrat geheizt werden. Die restliche Abwärme der Wohnraumöfen sorgt neben der behaglichen Optik zusätzlich für angenehme Temperaturen.

Die Idee zum Sonnenhaus ist bereits über zehn Jahre alt. Mitte der 90er Jahre schlossen sich der Architekt Georg Dasch und der Solar-Ingenieur Wolfgang Hilz zusammen, um nach dem Vorbild des Schweizer Solarpioniers Josef Jenni einen Standard für Sonnenhäuser zu schaffen. Gemeinsam gründeten sie das Sonnenhaus Institut e.V. und entwickelten dieses Bau- und Heizkonzept kontinuierlich weiter.

Seit der Gründung im Jahr 2004 sind über 300 Sonnenhäuser nach den Prinzipien des Sonnenhaus-Instituts entstanden. Allein im vergangenen Jahr setzten mehr als 128 Bauherren auf das Bau- und Heizkonzept des Sonnenhaus-Instituts.

 

Sonnenhaus-Institut e.V.
Eine Idee setzt sich durch

Unternehmensportrait

Klimaschutz, erneuerbare Energien, Solararchitektur sind die globalen Themen der Zukunft. Georg Dasch, Sonnenhaus-
Architekt, und Wolfgang Hilz, Solar-Ingenieur, beschäftigen sich mit diese Themen bereits seit Jahrzehnten. 2004 gründeten sie gemeinsam das Sonnenhaus-Institut e.V.: ein Kompetenznetzwerk, das sich auf die effiziente Nutzung der Solarenergie für die Energieversorgung von Wohnhäusern und Funktionsgebäuden spezialisiert hat, sowohl für Neu- als auch Altbauten.

Unter dem Dach des Sonnenhaus-Instituts schlossen sich seither Architekten, Bauträger, Planer, Installateure und Kollektorhersteller zusammen. Sie alle arbeiten nach den Standards des Sonnenhaus-Instituts und bieten ihren Kunden ein auf deren Wünsche abgestimmtes Haus, das mindestens zu 50 Prozent von der Sonne beheizt ist.

„Unser Konzept zeigt, wie das unerschöpfliche Potenzial der
erneuerbaren Energien beim Bauen und Wohnen konsequent genutzt werden kann“, meint Dasch, erster Vorsitzender des Sonnenhaus-Instituts. „Unsere Häuser bieten sehr hohen Wohnkomfort mit behaglicher Wärme, die guten Gewissens
genutzt und genossen werden kann – noch dazu in völliger
Unabhängigkeit von Energielieferanten und Kostensteigerung. Die Sonne liefert mehr als wir je verbrauchen können.“

Heizen mit der Sonne

Seit der Gründung im Jahr 2004 sind über 300 Sonnenhäuser nach den Prinzipien des Sonnenhaus-Instituts entstanden. Als Sonnenhaus bezeichnet das Institut ein Gebäude, in dem die Sonne mindestens 50 Prozent des Jahreswärmebedarfs deckt für Heizung und Brauchwasser - möglich sind bis zu 100 Prozent.

Zur Tätigkeit des Institutes zählen die Erfassung und Auswertung von Sonnenhaus-Daten und darauf basierend die praxisnahe Weiterentwicklung des Sonnenhaus-Konzeptes. Die Sonnenexperten favorisieren einen solaren Deckungsgrad von 60 bis 70 Prozent als wirtschaftliches Optimum. Das Konzept greift bei der Energieversorgung von Ein- oder Mehrfamilien-Wohnhäusern sowie Funktionsgebäuden und natürlich bei
Neu- wie Altbauten.

Gemeinsam für eine saubere Umwelt

Von Anfang an stellten die Solarpioniere das Know-How ihres Instituts in den Dienst der Öffentlichkeit. Ziel ist es durch Austausch und Wissenstransfer das Sonnenhaus-Konzept zum Baustandard zu machen. Die Forschungsergebnisse sowie die daraus gewonnenen Erkenntnisse sind jedermann zugänglich: Sei es mittels der umfangreichen Informationsbroschüren oder über die Homepage (www.sonnenhaus-institut.de). Auf d ieser sachlich-informativen Seite erfahren Besucher alles Wissenswerte rund um das Sonnenhaus-Konzept, von der Technik bis zu möglichen Förderungen. Mit seinem bundesweiten Fortbildungs- und Qualifizierungsprogramm informiert das Sonnenhaus-Institut in Intensivseminaren umfassend über solares Bauen.

Mittlerweile stärken über 230 Mitglieder das Sonnenhaus-Institut und decken mit ihrem Expertenwissen ein breites Leistungsspektrum bei der effizi enten Nutzung der Sonnenenergie ab. Vor allem Architekten und Fachplaner sowie Bauträger oder Anbieter schlüsselfertiger Häuser sehen in dem Konzept des Sonnenhauses ein Alleinstellungsmerkmal. Darüber hinaus schließen sich Installationsbetriebe, Kollektor- und Speicherhersteller aber auch überzeugte Privatleute dem Sonnenhaus-Institut an.

Sie alle profitieren von Schulungen, persönlicher fallbezogener Beratung sowie der Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit, die das Netzwerk für seine Mitglieder leistet. Eine exklusiv für die Mitglieder eingerichtete Partnerseite bietet Zugriff auf eine Projektdatenbank mit ausführlicher Darstellung der realisierten
Sonnenhäuser einschließlich technischer Daten sowie
vertiefendes Know-how zur Projektierung und Vermarktung von Sonnenhäusern.

„Das Sonnenhaus-Konzept macht nicht nur in Deutschland Schule. Die Schweiz gilt mit Solarpionier Josef Jenni, als Vorreiterin solaren Bauens. In Österreich und Italien setzen Bauherren ebenfalls auf die sparsamen Sonnenhäuser mit sehr hohem Wohnkomfort,“ kommentiert Peter Rubeck, Geschäftsführer des Sonnenhaus-Instituts, die Erfolge der vergangenen Jahre.

 

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Corina Prutti
corina prutti kommunikation
agentur für public relations
Augustenstrasse 16
80333 München
t: 0049 (0)89 45 21 75 67
m: 0049 (0)179 50 57 468

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