Startseite
Ziele und Leistungen
Partner
Publikationen
Kontakt
Baukonzept
Heizkonzept
Komponenten
Möglichkeiten im Bestand
Schritte zur Realisierung
Wohnhäuser
Funktionsgebäude
Altbau-Solarisierung
Aktuelle Projekte
Partnerbetriebe
Projekte
Veranstaltungen
Förderung
Presse
Energieträger, -verbrauch
Heizsysteme
Downloads
Mitglieder-Login

Pressemitteilung

 
 

Das Sonnenhaus – Das komfortable 1-Liter-Haus

 

München, 5. Oktober 2004. Mit einem Vortrag über „Das Sonnenhaus – Das komfortable 1-Liter-Haus“ eröffnet die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) e.V. am Montag, 18. Oktober, um 19.00 Uhr ihre Vortragsreihe im Wintersemester 2004 / 2005. Zu Gast ist der Straubinger Architekt Georg Dasch, 1. Vorsitzender des im September gegründeten Sonnenhaus-Instituts e.V. Dasch stellt ein solares Bau- und Heizkonzept vor, mit dem mindestens 50 Prozent des Energiebedarfs für Warmwasser und Heizung durch die Sonne gedeckt werden können. Das Konzept eignet sich für den Neubau und Bestand und bietet somit ein großes Potential für die Energieeinsparung im privaten und öffentlichen Bauwesen.

Ziel des Sonnenhaus-Konzeptes ist ein möglichst niedriger Primärenergiebedarf bei größtmöglichem Wohnkomfort. Um dies zu erreichen, setzt das Sonnenhaus auf die aktive Nutzung der Solarenergie. Im Mittelpunkt stehen dabei eine große Solaranlage auf einem möglichst steil geneigten Süddach sowie ein entsprechend dimensionierter Solarspeicher, in dem die Wärme über Tage und Wochen gespeichert wird. Außerdem wird die Sonne durch große Fensterflächen auf der Südseite passiv genutzt. Voraussetzung für das Funktionieren dieses Konzeptes und damit einen hohen solaren Deckungsgrad ist eine sehr gute Wärmedämmung. Für die Nachheizung in den Übergangszeiten und im Winter nutzen die Bewohner im Idealfall eine moderne abgasarme Stückholz-, Hackschnitzel- oder Pelletheizung.

Über 30 Sonnenhäuser vorwiegend im süddeutschen Raum beweisen, dass hohe solare Deckungsgrade auch in unseren Breitengraden durchaus möglich sind. Wie Auswertungen zeigen, liegt ihr Primärenergiebedarf deutlich unter dem von Passivhäusern. Dies ist auf die weit reichende aktive Nutzung der Sonnenenergie, aber auch den Verzicht auf eine elektrisch betriebene Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, wie sie in Passivhäusern üblich ist, zurückzuführen.

Ein Beispiel ist das Sonnenhaus der Familie Diergardt in Straubing. Wie eine Diplomarbeit am Fachbereich Bauwesen der Fachhochschule Regensburg ergab, liegt der Energiebedarf für Wärme und Strom hier bei rund acht Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Bei Passivhäusern sind es im Schnitt zwischen 40 und 80 kWh/m²a (EnergieEffizientes Bauen 4/2002). Die Diergardts nutzen 60 Quadratmeter Sonnenkollektoren, um rund 75 Prozent ihres Wärmeenergiebedarfs bei einer Wohnfläche von 220 Quadratmetern solar zu decken. Das Süddach hat eine Dachneigung von 41 Grad. Für die Nachheizung in den Übergangszeiten und im Winter steht ein 25-Kilowatt-Stückholzkessel zur Verfügung. In ihrem ersten Winter im Sonnenhaus haben sie lediglich 14 Mal zugeheizt und dabei zweieinhalb Festmeter Holz zu rund 100 Euro verbraucht.

Der Vortrag „Das Sonnenhaus – Das komfortable 1-Liter-Haus“, zu dem die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (www.dgs.de) herzlich einlädt, findet am Montag, 18. Oktober, 19.00 Uhr, an der Fachhochschule München in der Lothstraße 34, Raum G1.27, statt. Der Eintritt ist frei.

 

 

< zurück

 

 
  Startseite Impressum