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Pressemitteilung

 
 

Altbausolarisierung - Das Sonnenhaus-Konzept im Altbau

Wie der Straubinger Architekt Georg Dasch aus seinem Altbau ein weitestgehend solar beheiztes Haus machte

Straubing, 15. September 2004. Sonnenhaus-Architekt Georg Dasch weiß, wovon er spricht. Nicht nur hat er zahlreiche weitestgehend solar beheizte Häuser für seine Kunden geplant und realisiert, auch sein eigenes Wohn- und Geschäftshaus wird zu 50 Prozent durch die Sonne beheizt. Dabei war Daschs Haus aus dem Jahr 1958 in der Augsburger Straße 35 im niederbayerischen Straubing bis vor wenigen Jahren noch ein Beispiel für einen typischen bundesdeutschen Altbau mit ungenügender Wärmedämmung und hohem Energieverbrauch. Die Wende kam 1997, als das Gebäude mit einer Wohnfläche von rund 140 Quadratmetern zu eng wurde für die achtköpfige Familie und Mitarbeiter. Dasch entschloss sich zu einem Anbau, durch den das gesamte Haus so weit wie möglich durch die Sonne beheizt werden konnte.

Voraussetzung für die Umrüstung eines Altbaus in ein Sonnenhaus, das zu mindestens 50 Prozent solar beheizt wird, ist eine sehr gute Wärmedämmung. Weiterhin muss eine ausreichend große Fläche mit einer für den Sonnenkollektor geeigneten Neigung vorhanden sein, und es muss ein Solarspeicher mit entsprechendem Fassungsvermögen eingebaut werden können. Diese Anforderungen standen bei der Planung des Neubaus im Mittelpunkt.

1997 war es soweit. Im rechten Winkel wurde das neue Gebäude mit zwei Etagen und ausgebautem Dachgeschoss an den Altbau angesetzt. Dadurch konnte eine große Dachfläche mit Südausrichtung geschaffen werden. Auch die Dachneigung wurde im Hinblick auf die Nutzung der Sonnenenergie bestimmt. Mit 50 Grad ist sie ideal, um im Winter einen hohen Solarertrag zu erzielen und den Überschuss im Sommer zu reduzieren. Für eine möglichst gute Wärmedämmung fiel die Entscheidung beim Neubau auf Holzständerbauweise. Der Altbau mit seinen relativ dünnen Wänden aus Bimsbetonsteinen wurde außerdem mit einer Außendämmung aus Kork versehen. Auf diese Weise konnten die vorhandenen Heizkörper in das solare Heizsystem integriert und die Wärmeverluste minimiert werden.

In einem zweiten Bauschritt fünf Jahre später ließ der Architekt, der auf Niedrigstenergiehäuser spezialisiert ist, 40 Quadratmeter Sonnenkollektoren auf dem Dach des Neubaus installieren. Die Fläche besteht aus vier Hochleistungsflächenkollektoren, die mit dem Kran auf das Dach gehievt und hier miteinander verbunden wurden.

Zur Speicherung der Solarwärme sollte im Keller des Altbaus ein Speicher mit einem Fassungsvolumen von 4.700 Litern eingebaut werden. Dies stellte den Bauherren vor eine nicht geringe Herausforderung: Der Speicher konnte nicht in einem Stück in den Keller transportiert werden. Die Lösung kam aus der Schweiz. Hier bietet der Speicherhersteller Jenni große Solarspeicher an, die auf Wunsch im Werk zerschnitten und in Einzelteilen angeliefert werden. Vor Ort werden die Teile separat in den Keller befördert und hier zusammengeschweißt.

Damit der zweieinhalb Meter hohe Speicher auch aufrecht im Keller Platz fand, wurde eine Vertiefung von einem Meter geschaffen. Diese wurde betoniert und mit verschweißter Dachpappe ausgekleidet. Dann wurden das Unterteil und der Trinkwasserspeicher eingesetzt. Anschließend wurden die oberen zwei Teile locker darauf gesetzt und zusammen geschweißt. Da nachträgliche Ausbesserungen nur schwer möglich sind, ist bei den Schweißarbeiten äußerste Sorgfalt geboten. Rund 20 Stunden dauerten diese Arbeiten. Seitdem speichert der Tank die Wärme für Heizung und Warmwasser für eine Wohnfläche von 235 Quadratmeter über Tage und Wochen.

"Rund 700 Euro Heizkosten sparen wir im Jahr durch das solare Heizsystem ein", stellt Georg Dasch fest. Vor Einbau des Sonnenhaus-Konzeptes betrug der Wärmenergiebedarf für Heizung und Warmwasser 28.000 Kilowattstunden pro Jahr. "Außerdem heizen wir auch in der Übergangszeit nach Lust und Laune, weil genügend Sonnenwärme vorhanden ist."

 

 

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