Startseite
Ziele und Leistungen
Partner
Publikationen
Kontakt
Baukonzept
Heizkonzept
Komponenten
Möglichkeiten im Bestand
Schritte zur Realisierung
Wohnhäuser
Funktionsgebäude
Altbau-Solarisierung
Aktuelle Projekte
Partnerbetriebe
Projekte
Veranstaltungen
Förderung
Presse
Energieträger, -verbrauch
Heizsysteme
Downloads
Mitglieder-Login

Pressemitteilung

 
 

Das Sonnenhaus: Heizen mit Sonne und Holz

Sonnenhaus-Architekt Georg Dasch zu Gast in Legau und Opfenbach im Allgäu

Rottenburg-Oberndorf, 24. März 2005. Dass thermische Solaranlagen das Dusch- und Trinkwasser erwärmen können, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Dass sie aber auch im tiefsten Winter die Heizung mit unterstützen können, gilt es noch zu verbreiten. Dies hat sich Sonnenhaus-Architekt Georg Dasch zum Ziel gesetzt. Der Straubinger Architekt und erste Vorsitzender des Sonnenhaus-Instituts e.V. ist seit vielen Jahren auf weitestgehend solar beheizte Gebäude spezialisiert. Jetzt kommt er ins Allgäu, um hier über das Heizen mit Sonne und Holz im Alt- und Neubau zu informieren. Am Donnerstag, 31. März, 20.00 Uhr, ist Dasch zu Gast im bau.form.farbe in der Hauptstraße 20 in Legau. Einen Tag darauf, am Freitag, 1. April, 20.00 Uhr, referiert er im Opfenbacher Hof in der Oberschwabenstraße 2 in Opfenbach.

Über zwanzig weitestgehend solar beheizte Gebäude, so genannte Sonnenhäuser, hat der Niedrigenergiehaus-Experte bereits realisiert. „Um einen großen Teil des Energiebedarfs für Heizung und Warmwasser solar zu decken, sind eine große Solarwärmeanlage auf einem Süddach, ein Wasserspeicher mit entsprechendem Fassungsvermögen und eine sehr gute Wärmedämmung erforderlich“, erläutert Georg Dasch das Bau- und Heizkonzept. Außerdem wird die Sonne durch große Fensterflächen auf der Südseite passiv genutzt. Durch den Verzicht auf eine elektrisch betriebene Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung wird der Strombedarf in Sonnenhäusern auf ein Minimum reduziert. In seinem Vortrag stellt Georg Dasch solar beheizte Ein- und Zweifamilienhäuser in Holz- und Massivbauweise vor. Insbesondere geht er aber auch auf Altbausanierungen ein, bei denen Heizsysteme aus Sonne und Holz zum Einsatz gekommen sind.

 

Sonnenhaus auf dem Opfenbacher Tannenhof

Auch im Allgäu gibt es bereits etliche Sonnenhäuser. Eines davon steht auf dem Tannenhof in Opfenbach. 2001 hat Familie Epple das Einfamilienhaus mit 150 Quadratmeter Wohnfläche errichtet. Seither wird das Austragshaus mit Ferienwohnung zur Hälfte solar beheizt, die übrige Energie für Heizung und Warmwasser kommt vom Stückholzkessel auf dem Hof.

Für die Sonnenwärme sorgt ein 26 Quadratmeter großer Sonnenkollektor. Diesen hat Erwin Epple, Sohn der Familie, Solarfachmann und einer von wenigen zertifizierten Biomasse-Installateuren Deutschlands auf einer Firstverlängerung montiert. Die Montageart hat gleich drei Vorteile. Durch den steileren Neigungswinkel von 62 Grad kann im Winter bei tief stehender Sonne ein höherer Solarertrag erzielt werden. Der Schnee rutscht leichter vom Kollektor. Und die übrige Dachfläche mit 32 Grad kann so für eine Solarstromanlage mit 4,6 Kilowattpeak Spitzenleistung genutzt werden. „Über 4.600 Kilowattstunden ernten wir jedes Jahr“, freut sich Sohn Gottfried.

Zur Speicherung der Solarwärme steht im Technik- und Abstellraum auf der Nordseite des Hauses ein Kombispeicher mit fünf Kubikmeter Volumen bereit. Über Wandflächenheizungen wird die Wärme im Haus verteilt. „Im Sommer haben wir soviel Wärme, dass wir einen Teil davon noch auf den Hof rüberschicken können“, berichtet der 70-jährige Erwin Epple, der das Haus mit seiner Frau Emmy bewohnt. Im Winter erhalten sie im Gegenzug Wärme aus dem 50-Kilowatt-Holzkessel vom Sohn. Ihre Entscheidung für ein Sonnenhaus haben die beiden nie bereut: „Wir wollen’s nicht mehr anders“, sagen sie wie aus einem Munde. Und auch der ein oder andere Feriengast hat sich nach seinem Urlaub auf dem Tannenhof schon für eine Solaranlage entschieden.

Architekt Georg Dasch ist Gründungsmitglied und erster Vorsitzender des Sonnenhaus-Instituts e.V. mit Sitz im niederbayerischen Straubing. Der Eintritt zu den Vorträgen ist kostenfrei.

 

< zurück

 

 

 
  Startseite Impressum